Die steigende Flut von Elektroschrott und das Wettrennen um kritische Materialien
Elektroschrott ist der weltweit am schnellsten wachsende Abfallstrom, und die Herausforderung verschärft sich rasant. Die Nachfrage nach digitaler Infrastruktur steigt sprunghaft an und übt einen nicht nachhaltigen Druck auf kritische Rohstoffe wie Kupfer, Kobalt, Lithium, Seltenerdelemente und Gold aus. Diese Elemente sind das Rückgrat moderner Netze und sauberer Energie, doch jedes Jahr gehen riesige Mengen verloren, wenn Geräte verschrottet werden.
Der diesjährige Internationale E-Schrott-Tag (14. Oktober 2025), unter der Leitung des WEEE-Forums, rückt diese kritischen Rohstoffe in den Mittelpunkt. Viele werden nur in einer Handvoll Ländern abgebaut, was die Rückgewinnung durch Wiederverwendung und Recycling unerlässlich macht, um den grünen und digitalen Wandel voranzutreiben.
Ohne dringende Maßnahmen werden ausrangierte Geräte weiterhin Ressourcen binden, die wir uns nicht leisten können zu verschwenden, was die Abhängigkeit von umweltschädlichem Primärbergbau weiter verstärkt.
Vom Abfall zum Ergebnis: Erfolgreiche Rückgewinnung in der Praxis
Wir bei TXO sind davon überzeugt, dass es einen besseren Weg gibt. Durch die Kombination von Wiederverwendung, Wiederverkauf und verantwortungsvollem Recycling helfen wir Unternehmen, diese Ressourcen zurückzugewinnen, Kosten zu senken, Emissionen zu reduzieren und die Widerstandsfähigkeit ihrer Betriebe zu stärken. Der Internationale E-Schrott-Tag 2025 ist der Moment, um zu handeln und zu zeigen, was Urban Mining bereits leisten kann.
Fallstudie: SWB Bus und Bahn
In Bonn stand SWB Bus und Bahn vor der Herausforderung, dass redundante Infrastruktur das Netz stark belastete. In Zusammenarbeit mit TXO entfernte der Betreiber 350 km veraltete Kabel und gewann dabei 150 Tonnen Kupfer zurück. Das Projekt vermied 237 Tonnen CO₂-Emissionen, verbesserte die Sicherheit durch Beseitigung potenzieller Brandrisiken und führte zu einem positiven finanziellen Ergebnis.
Lesen Sie die vollständige Fallstudie: Nachhaltiges Urban Mining: Wie SWB Bus und Bahn 150 Tonnen Kupfer zurückgewann
Fallstudie: Telia Norwegen
Bei der Modernisierung seines landesweiten 5G-Netzes wandte sich Telia Norwegen an TXO, um mehr als 70 Tonnen Altanlagen zu verarbeiten. Durch den Einsatz des i-JUDGE-Systems von TXO zur Bewertung von 12.805 demontierten Teilen konnte der Betreiber 622 Teile intern wiederverwenden, 1.723 in 35 Länder weiterverkaufen und den Rest verantwortungsvoll recyceln. Dieser Kreislaufansatz förderte das Ziel von Telia, bis 2030 keine Abfälle mehr zu produzieren, und reduzierte gleichzeitig Emissionen und maximierte die finanzielle Rückgewinnung.
Lesen Sie die vollständige Fallstudie: Telias Weg zu Zero Waste
Fallstudie: BT Group ECO-Programm
Mit seiner preisgekrönten Exchange Clearance Operation (ECO) in Zusammenarbeit mit TXO zeigt die BT Group, wie die groß angelegte Netzwerkrückgewinnung sowohl ökologische als auch finanzielle Auswirkungen hat. Gemeinsam haben wir:
- Wiederverwertung von über 200 Tonnen Kupferkabeln
- Über 2.000 Tonnen Blei-Säure-Batterien recycelt
- Über 3.000 Tonnen Altlasten aus Vermittlungsstellen extrahiert
- 4 Millionen Pfund Nettogewinn generiert
Dieses Programm demonstriert das Potenzial der Skalierung von Urban Mining und unterstützt das Ziel von BT, bis 2030 ein vollständig zirkuläres Unternehmen zu werden.
Lesen Sie die vollständige Fallstudie: Förderung zirkulärer Netzwerke mit dem ECO-Programm der BT Group
David Evans, Head of Asset Global Recovery & Services bei TXO, kommentiert:
„Urban Mining ist keine Theorie; es findet gerade jetzt bei unserem globalen Kundenstamm statt und liefert echte finanzielle und ökologische Vorteile. Von der Rückgewinnung von Kupferkabeln bis zur Verlängerung der Lebensdauer komplexer Telekommunikationsgeräte sehen wir echte Ergebnisse, die Kohlenstoffemissionen reduzieren, finanzielle Gewinne zurückbringen und eine schnellere, risikoärmere Modernisierung in großem Maßstab unterstützen. Je mehr Unternehmen diesen Ansatz verfolgen, desto schneller bewegen wir uns auf eine wirklich zirkuläre Industrie zu."
Unsere Fortschritte in Zahlen
Über einzelne Projekte hinaus zeigt die konzernweite Aktivität von TXO das Ausmaß des bereits im Gange befindlichen Wandels. Geleitet von fünf Prinzipien: Transparenz, Verantwortlichkeit, Nachhaltigkeit, Innovation und gesellschaftlicher Nutzen, liefern wir messbare Ergebnisse, die zu einer stärkeren Kreislaufwirtschaft beitragen.
In den 12 Monaten bis zum 31. August 2024 hat TXO:
- 1.886 Tonnen Elektroschrott durch verantwortungsvolles Recycling von der Deponie ferngehalten
- 13.451 Produkte wurden repariert und wieder in Betrieb genommen, wodurch ihre Nutzungsdauer verlängert wurde.
- Durch die Priorisierung von Wiederverwendung und sekundärer Materialverwertung wurden Tausende Tonnen CO₂-Emissionen vermieden.
Julia Evans, Group Operations Director bei TXO, ergänzt:
„Die Rückgewinnung kritischer Rohstoffe dient nicht nur der Nachhaltigkeit, sondern auch der Resilienz. Jedes wiederverwendete oder recycelte Teil reduziert die Abhängigkeit vom primären Abbau, stärkt die Lieferketten und bietet echte wirtschaftliche Vorteile. Das ist die Art von Wirkung, die sich Unternehmen wünschen, und es ist die Wirkung, die TXO jeden Tag ermöglicht.“
Vorreiter am diesjährigen Internationalen E-Waste-Tag
Die Realität ist klar: Ohne rasche Veränderungen werden die Kosten für Unternehmen und Umwelt nur steigen. Mit der richtigen Strategie wird Elektroschrott jedoch zu einer Quelle für Resilienz, Umsatz und Nachhaltigkeit.