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Telekommunikationsanbieter stehen vor einer neuen Ära der Instabilität in der Lieferkette

Auf dem gesamten Markt steigen die Preise der Originalhersteller weiter an, während sich die Lieferfristen immer weiter über die üblichen Planungszyklen hinaus verlängern. In einigen Fällen müssen Betreiber mit Lieferfristen von über 220 Tagen rechnen, wobei die Preise erst zum Zeitpunkt des Versands feststehen.

Kritische Routing- und optische Plattformen sind immer schwerer zu beschaffen, während Infrastruktur- und Stromversorgungsprobleme die Pläne für den Netzausbau zusätzlich unter Druck setzen.

Gleichzeitig wird von den Betreibern weiterhin erwartet, dass sie schnellere Dienste bereitstellen, den steigenden Datenverkehr bewältigen und ihre Netze nachhaltig modernisieren. Das Ergebnis ist ein gescheitertes Modell.

Wenn die Liefererwartungen der Kunden bei sechs Wochen liegen, die Lieferzeiten der Erstausrüster jedoch sechs bis zwölf Monate betragen, funktioniert der traditionelle Ansatz für Beschaffung und Lebenszyklusmanagement nicht mehr.

Aus diesem Grund entwickelt sich die Gesamtbetriebskosten (TCO) rasch zu einem der wichtigsten strategischen Rahmenkonzepte in der Telekommunikationsbranche.

Bei den Gesamtbetriebskosten geht es nicht mehr nur um die Kosten

In der Vergangenheit wurde die Gesamtbetriebskostenrechnung (TCO) oft als rein finanzielles Konzept betrachtet, bei dem es vor allem darum ging, Investitions- und Betriebskosten gegeneinander abzuwägen. In der heutigen Telekommunikationsbranche erkennen die Betreiber jedoch, dass die tatsächlichen Kosten einer Infrastruktur weit über den ursprünglichen Anschaffungspreis hinausgehen.

Die günstigste Option ist nicht mehr die kostengünstigste, wenn sie nicht rechtzeitig geliefert werden kann. Verfügbarkeitsrisiken, Verzögerungen bei der Bereitstellung, Stromverbrauch, Abhängigkeit vom Anbieter, Wartungsaufwand und der Wiederverkaufswert am Ende der Lebensdauer spielen nun alle eine Rolle.

TCO bietet Betreibern einen Überblick über den gesamten Lebenszyklus ihrer Netzwerkinfrastruktur und hilft ihnen dabei, nicht nur die Anschaffungskosten der Geräte zu erfassen, sondern auch die Kosten für Betrieb, Wartung, Support, Austausch und letztendlich Wiederherstellung.

„Man kann nicht optimieren, was man nicht vollständig überblickt“, sagt David Evans, Chief Product & Asset Recovery Officer bei TXO. „Die Gesamtbetriebskosten (TCO) verschaffen Betreibern Klarheit über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Sobald man die betrieblichen und wirtschaftlichen Auswirkungen jeder Entscheidung versteht, hört man auf, nur zu reagieren, und beginnt, strategisch zu planen.“

Warum Netzbetreiber ihre Abhängigkeit von OEMs überdenken


In der gesamten Branche sehen sich die Betreiber mit zunehmender Unsicherheit hinsichtlich der Verfügbarkeit von Lieferungen und der künftigen Supportfähigkeit von Plattformen konfrontiert.

Die Lieferzeiten für kritische Infrastruktur steigen weiter an. Der Preisdruck bei Netzwerk- und optischen Geräten nimmt zu. In einigen Fällen wird es immer schwieriger, komplette Systeme zu beschaffen, nicht nur einzelne Komponenten.

Bei bestimmten optischen und Routing-Plattformen entsteht zunehmender Druck, da die Verfügbarkeit aufgrund rückläufiger Produktionsmengen und sich verändernder Marktprioritäten eingeschränkt wird.
Gleichzeitig verschärfen das Wachstum der Hyperscaler und die Nachfrage nach KI-Infrastruktur den Wettbewerb sowohl um Hardware- als auch um Stromkapazitäten.

Dies führt zu einem tiefgreifenden Wandel im Verhalten der Telekommunikationsanbieter. Viele von ihnen gehen nun wie folgt vor:

  • Vorhaltung strategischer Ersatzteile
  • Einkauf im Vorgriff auf den prognostizierten Bedarf
  • Verlängerung der Lebensdauer von Anlagen über die ursprünglichen Erwartungen der Erstausrüster hinaus
  • Untersuchung von Reparatur- und Wartungsmodellen durch Drittanbieter
  • Freisetzung überschüssiger Vermögenswerte zur Finanzierung künftiger Netzinvestitionen
  • Verringerung der Abhängigkeit von Lieferstrategien, die auf einen einzigen Anbieter setzen


Das sind keine Nischenentscheidungen im Beschaffungswesen mehr. Sie werden zu betrieblichen Notwendigkeiten.

Was passiert, wenn die Gesamtbetriebskosten nicht berücksichtigt werden?

Ohne eine Lebenszyklusstrategie setzen sich Betreiber erheblichen wirtschaftlichen und betrieblichen Risiken aus. Dazu können gehören:

  • Lange Verzögerungen bei der Bereitstellung aufgrund fehlender Ausrüstung
  • Steigende Wartungs- und Supportkosten
  • Anbieterabhängigkeit und eingeschränkte Flexibilität
  • Ungenutzte Vermögenswerte, die ungenutzt im Lager liegen
  • Vorzeitiger Austausch noch funktionsfähiger Infrastruktur
  • Wertminderung durch stillgelegte Anlagen
  • Zunehmender Druck in Bezug auf Umwelt- und Compliance-Anforderungen

Kurz gesagt: mehr Abfall, weniger Widerstandsfähigkeit und höhere langfristige Kosten.

Lebenszyklusorientiertes Denken sorgt für operative Widerstandsfähigkeit

Die Betreiber, die sich am effektivsten in den aktuellen Marktbedingungen zurechtfinden, verfolgen einen umfassenderen Ansatz bei ihrer Netzstrategie. Sie betrachten die Infrastruktur nicht mehr lediglich als reine Beschaffungsaufgabe, sondern als Herausforderung im Bereich des Lebenszyklusmanagements.

Ein strategisches TCO-Konzept ermöglicht es Betreibern:

  • Verlängern Sie die Lebensdauer Ihres Netzwerks durch Reparatur, Wiederverwendung und Support durch Drittanbieter
  • Abhängigkeit von den begrenzten Lieferketten der Erstausrüster verringern
  • Verbesserung der Agilität bei der Bereitstellung durch schnellere Verfügbarkeit der Geräte
  • Wert aus überschüssigen und stillgelegten Anlagen zurückgewinnen
  • Nachhaltigere und kreislauforientierte Lieferketten aufbauen
  • Prognose von Risiken und der Unterstützbarkeit auf kritischen Plattformen

Immer häufiger kaufen Betreiber nicht einfach nur Hardware. Sie kaufen sich Sicherheit.

Versorgungssicherheit.
Unterstützungssicherheit.
Die Gewissheit, dass ihre Netzwerke trotz zunehmender Marktbeschränkungen weiterbetrieben werden können.

Wie sich die Gesamtbetriebskosten in der Praxis auswirken

Bei TXO erleben wir die Auswirkungen dieser Herausforderungen tagtäglich. Die Betreiber fragen zunehmend:

  • Welche Plattformen lassen sich langfristig unterstützen?
  • Wo kommt es weltweit zu Engpässen?
  • Welche Vermögenswerte sollten beibehalten und nicht veräußert werden?
  • Was sollte man jetzt kaufen und was sollte man lieber vermeiden?
  • Wie kann bestehende Infrastruktur länger einen Mehrwert bieten?

Hier positioniert sich TXO auf dem Markt. Wir helfen Betreibern dabei, die Lücke zwischen den Vorgaben der Erstausrüster und den tatsächlichen Lieferverpflichtungen zu schließen, und zwar durch:

  • Unterstützung einer herstellerunabhängigen Infrastruktur
  • Strategische Rückgewinnung und Umverteilung von Vermögenswerten
  • Reparatur-, Überholungs- und Prüfdienstleistungen
  • Wartungslösungen von Drittanbietern
  • Programme zur Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit
  • Schnellerer Zugriff auf wichtige Netzwerkgeräte
  • Lebenszyklus-Analysen und Plattformberatung

„Mit TCO können Betreiber den Schritt von reaktiver Brandbekämpfung hin zu strategischer Steuerung vollziehen“, fügt David Evans hinzu. „Es geht nicht mehr nur darum, Kosten zu senken. Es geht darum, die Ausfallsicherheit des Netzwerks zu gewährleisten, die Flexibilität zu verbessern und intelligentere langfristige Entscheidungen zu treffen.“

Das Fazit

Die Telekommunikationsbranche entwickelt sich weg von einem Modell, das ausschließlich auf der Lieferung neuer Geräte durch Originalhersteller basiert. Netzbetreiber benötigen heute Lebenszyklusstrategien, die Verfügbarkeit, Ausfallsicherheit, Nachhaltigkeit und Kosten gleichermaßen berücksichtigen.

Die Gesamtbetriebskosten (TCO) sind nicht mehr nur eine finanzielle Kennzahl. Sie entwickeln sich zunehmend zum Rahmenkonzept für die Aufrechterhaltung der Netzwerkstabilität in einem Markt, der von immer stärkeren Einschränkungen geprägt ist. Die Betreiber, die sich als Erste darauf einstellen, werden am besten in der Lage sein, Risiken zu minimieren, ihre Flexibilität zu steigern und langfristig einen höheren Wert aus ihrer Infrastruktur zu schöpfen.

TXO schließt die Lücke zwischen den Vorgaben der Originalhersteller und den Lieferverpflichtungen der Netzbetreiber und hilft diesen dabei, die Lebensdauer ihrer Netze zu verlängern, ihre Abhängigkeit zu verringern und wieder die Kontrolle über den Telekommunikations-Lebenszyklus zu erlangen.